Opendoor Designs

Was ich alles so mache

Du möchtest einfach nur schöne Bilder haben?

Jedes Shooting ist so individuell, wie die Personen rund um die Kamera. Gerne spreche ich alles mit dir durch und lasse dir aber auch den Freiraum für deine Ideen. - HIER bist du richtig

Du suchst jemanden, der euren schönsten Tag auf ebenso schöne Bilder bannt?

Eine Hochzeit ist für die meisten ein einmaliges und wundervolles Event, da möchte man doch möglichst lange was davon haben. Ich helfe euch dabei... - HIER bist du richtig

Du möchtest auf deiner Hochzeit einen unvergleichlichen Foto-Party-Kracher?

Eine Fotobooth mit Bildern wie aus einem professionellen Fotostudio ist dann genau das Richtige.
Kann man übrigens auch schenken... - HIER bist du richtig

Du bist ein Model und möchtest bei Opendoor Designs shooten?

Bei mir bist du genau richtig, denn ich biete auch dir als erfahreneres Model an, auf freier Basis mit mir zu shooten um deine Sedcard zu erweitern - HIER geht es für dich weiter

Du bist noch kein Model und möchtest gern bei Opendoor Designs shooten?

Auch dann bist du bei mir richtig, denn ich biete dir ein schönes Sedcardshooting mit guten und repräsentativen Bildern für den Start deiner Modelkarriere - HIER geht es für dich weiter

  

Bilder machen... auch als Geschenk


Kann ich ein Shooting bei Opendoor Designs auch einfach so machen, oder sogar verschenken?

Natürlich geht das !

Egal ob du das Shooting für dich, deine Firma oder andere benötigst, es bleibt ein Shooting

Wenn du einfach nur schöne Bilder für dich haben möchtest, ist das genauso gut, wie einem Freund oder einer Freundin eines zu schenken.

Was gilt es zu beachten?

Du solltest nach Möglichkeit über 18 sein, oder deine Eltern unterschreiben eine Einverständniserklärung. Alle anderen Fakten gilt es individuell zu besprechen.

Welche Möglichkeiten für solche Shootings gibt es?

Die Möglichkeiten hierfür sind extrem umfangreich, aber nur um ein paar Beispiele zu nennen:


Studioporträts
Profilbilder
Business-Porträts
Pärchenbilder
Bilder für Omas Wohnzimmer
Beste-Freunde-Bilder
Erotisches (z.B. für den Partner)
Sportlerbilder
Gruppenbilder
u.v.m.
Preise orientieren sich hierbei grundsätzlich am individuellen Wunsch und der erforderlichen Nachbearbeitung, der Location, den Materialien und/oder der Anfahrt.Business-Porträts sind selten vergleichbar mit Pärchenbildern.

Grober Anhalt kann aber folgendes sein:
1 Stunde Shootingzeit mit 4-5 bearbeiteten Bildern
120,- €
2 Stunden Shootingzeit und 8-10 bearbeiteten Bildern
230,- €
Für das Recht zur Veröffentlichung lege ich meistens noch ein Bild drauf und weitere Bilder können auch für einen bestimmten Betrag erworben werden.

Schreib mir einfach für weitere Infos und ich schnüre euch gerne ein individuelles Paket.




Der schönste Tag


Hochzeiten sind doch etwas tolles. Ja ich denke tatsächlich so!

Es freut mich jedes Mal unglaublich, zu sehen wie unterschiedlich Paare doch ihren schönsten Tag im Leben verbringen und wie jeder einzelne dieser Tage einfach echtes Erlebnis ist.

Es ist mir immer wieder eine riesige Freude solche Tage erleben zu drüfen.

Aber so verschieden alle Hochzeiten sind, so gleich ist doch immer wieder die Erkenntnis, dass man seine ganze Aufmerksamkeit möglichst diesem einen Ereignis widmen möchte. Man erfreut sich an den schönen Momenten und genießt dieses Glück, Teil eines wundervollen Tages zu sein.

Viele würden das genau so gerne festhalten und genau das ist auch meine Intention.
Die Freude, die Tränen, die Emotionen möchte doch jeder auch noch Jahre danach spüren und den Tag nochmals erleben können.

Das allein ist mir aber nicht genug, denn gute Fotografen gibt es viele.

Ich möchte eben nicht nur der Punkt "Fotos" auf der Budgetliste sein. Es liegt mir sehr viel daran, auch ein richtiger Teil der Hochzeit zu sein, euch vor, während und nach eurer Hochzeit zu begleiten und auch meine Erfahrungen mit euch teilen.
Ich bespreche mit euch gerne alles in Ruhe und helfe euch, das richtige Paket zu eurem Konzept zu finden und stehe euch mit Rat und Tat zur Seite. Tasächlich bin ich auch nicht "noch einer mehr mit dem man sich abstimmen muss", sondern jemand, der euch in vielen Belangen auch tatsächlich weiterhelfen kann und möchte.

Deshalb ist es auch so wichtig für mich, dass man sich gut versteht und offen miteinander umgehen kann. Den Fotografen habt ihr nämlich auch ständig um euch...

Eure Liebe wird euch den gemeinsamen Weg zeigen.

Teil dieses Weges zu sein, auch noch nach 30 Jahren, ist für mich immer eine besondere Ehre und es würde mich sehr freuen, auch bei euch dieser Teil zu sein.

Meldet euch einfach und ich bespreche gerne alles mit euch und stelle euch gerne ein Angebot zusammen.




Fotobooth - Das gewisse Etwas für die Feier


Ihr habt die Standardbilder satt, die andere Fotografen so machen?

Dann macht eure Bilder doch selbst!!!

Wie das geht? - mit einer Fotobooth (Fotobox)

Man nehme das Prinzip eines Fotoautomaten, ein professionelles Equipment und den zugehörigen Spaß einfach mit auf die Feier und schon hat man ein Spaßevent mit Fotos in Studioqualität !
Zudem spart ihr euch lästiges Entwickeln oder langwierige Ausdrucke und könnt euch die Ausdrucke gelich selbst mitnehmen oder in ein Fotobuch kleben.

Was ihr dafür benötigt?

Nur 3x3 m Platz, einen Stromanschluss und viel gute Laune!!!

Wie das abläuft?

Ich bringe einfach eine Fotobox mit, wo ihr dann mit Selbstauslöser eure Bilder machen könnt.
Utensilien, um das Eis zu brechen habe ich dann natürlich auch im Gepäck.

Was das kostet?

70,- € die Stunde, oder 100,- € inklusive Druck-Flatrate auf hochwertigem Fuji Fotopapier.
Der Preis für die erste Stunde beinhaltet Auf- und Abbau, sowie die ersten 30km Anfahrt, jeder weitere Kilometer 0,50 €

Die Bilder gibt es danach alle in einer Onlinegalerie oder eben als Sofortdruck zum Mitnehmen oder Einkleben in ein Fotobuch.

Ganz Wichtig:

Der lustige Assistent vor Ort ist natürlich schon im Preis mit drin !!!




Modelshootings for Beginners


Du hast die Bilder gesehn und dir gedacht "Das möcht ich auch mal machen"
oder "Ist das wirklich so schwer, wie die im Fernsehn tun"?

Nur weil du vielleicht nicht zu meinem Modeltyp gehörst oder ich dich noch nicht angeschrieben habe, heißt das nicht, dass du nicht in der Lage wärst zu modeln.

Gemeinsam und geduldig erarbeiten wir mit viel Spaß schöne Bilder und schaffen dir so einen Grundstock für eine gute Sedcard.

Da sowas viel Arbeit bedeutet, kann ich das nicht kostenfrei anbieten.

Ein Shooting muss zumindest meine Ausgaben decken und ich denke, dass die hier angegebenen Beträge als Richtwert ok sind:

1 Stunde Shootingzeit mit 4-5 bearbeiteten Bildern

ca. 120,- €

2 Stunden Shootingzeit und 8-10 bearbeiteten Bildern

ca. 230,- €

Ich werde dabei natürlich nicht penetrant auf die Uhr sehen, damit wir auf keinen Fall überziehen, sondern wenns läuft dann läufts, und dann machts auch mir schön Spaß.

Ihr bekommt neben den bearbeiteten Bildern in voller Auflösung auch eine große Auswahl an unbearbeiteten Bildern in reduzierter Aulösung. Solltet ihr den Wunsch verspüren, unbedingt noch eines davon bearbeitet haben zu wollen, so kann ich das für 15,- € pro Bild gerne noch machen.

Ich händige normalerweise keine Prints aus, gebe aber gerne Tips und Hinweise dazu.

Hier mal ein Bild aus einem solcher Shootings




Modelshootings


Du bist ein Model und hast bereits etwas mehr Erfahrung?
Du suchst einen guten Fotografen für deine Bildideen oder zur Erweiterung deiner Sedcard?

Ja du hast die richtige Wahl getroffen !

Du hast bereits meine Seite gesehen oder sie von mir zugeschickt bekommen, dann hast du vermutlich auch schon in meinen Bildern gestöbert und dir gefällt meine Arbeit.

Ich suche für freie Arbeiten immer wieder Models und wenn du Interesse hast, versuche ich dann mit dir zusammen unsere Ideen umzusetzen...

Was kannst du erwarten? - Ganz einfach: SPASS, SPASS und gaaaanz viel SPASS
Das ist so essentiell wichtig, denn nur mit guter Laune kommen gute Bilder!

Bei einem TfP-Shooting spielt das Vertragliche natürlich immer eine gewisse Rolle. Diesen bekommst du immer vorab und wir besprechen ggf. nötige Änderungen.

Nach dem Shooting erhältst du alle technisch sauberen Bilder (meine Einschätzung) zur Durchsicht
Danach erfolgt eine gemeinsame Besprechung, welche Bilder wem gefallen und welche letztendlich bearbeitet werden
Nach der Bearbeitung erhältst du diese bearbeiteten Bilder in voller Auflösung und ohne Wasserzeichen

Meine Shootingbereiche sind hauptsächlich Fashion, Portrait, Dessous, verdeckter Teilakt und verdeckter Akt.
Da mir Stil sehr wichtig ist, mache ich unverdeckte Sachen nur auf ausdrücklichem Wunsch oder wenn wir das vorher abgesprochen und geplant haben.

Mein Umgang mit euch wird absolut offen und ehrlich sein, und auch wenn ich manchmal viel rede, hat doch alles irgendwie seinen Sinn oder Berechtigung oder.... etz hab ichs vergessen...

Achja,... euch erwartet eine offene und heitere Stimmung mit viel Sarkasmus, Ironie und Blödsinnsgelaber und da mein Keller bereits vermietet ist, können und werden wir dort auch nicht zum Lachen hingehn. Selbst wenn ihr keine gute Laune mitbringt, ich hatte bislang immer genug mit dabei...




Langzeitbelichtung richtig angewandt

Beides gehört irgendwie zusammen oder doch nicht? Was ist das eigentlich und wie mache ich das am besten?

Ich möchte hier mal ganz von vorn anfangen, oder zumindest fast. Es soll hier echt um Basics gehen, die die Grundlage zu neuer Gestaltung vermitteln.
Warum? Weil ich durch die erste Langzeitbelichtung sehr viel über meine Kamera lernen konnte ohne dabei Stress zu haben und auch die Angst vorm Manuellen Modus verloren habe.

Siegestor München
Ich fange hier also mal ganz gezielt mir der Langzeitbelichtung an.

Bevor ich mir Gedanken mache, was ich alles brauche, muss ich wissen, was die Langzeitbelichtung ausmacht und warum ich überhaupt so lange belichten muss/sollte.

Eine Langzeitbelichtung ist also eine Belichtung die besonders lange dauert, aber ab wann spreche ich von einer Langzeitbelichtung?

Für mich beginnt die Langzeitbelichtung dann, wenn die Verschlusszeit so lang ist, dass ich die Kamera nicht mehr ruhig genug halten kann um ein scharfes Bild zu bekommen. Das ist je nach Zustand und Können unterschiedlich und kann am 1/6s oder bereits bei 1/30s beginnen. Ich lasse jetzt hierbei mal die Brennweitenregel außer acht (normalerweise gilt die Faustformel 1/Brennweite als maximale Verschlusszeit am Vollformat um nicht zu verwackeln) Ich belichte auch auch „hörbar“ lange, also eher klick…klick als das gewohnte klickklick.

Man kann das allerdings nicht nur für zu dunkle Situationen einsetzen, sondern auch stilistisch, z.B. bei Wasserfällen, oder um Menschen „weg“ zu fotografieren, und natürlich noch vieles mehr.

Universitätsbrunnen München


Kann ich denn die Bilder dann nicht einfach mit höherer ISO fotografieren?

Ja und Nein. Klar kann man natürlich die ISO erhöhen, dadurch entsteht allerdings technisch bedingt Bildrauschen, welches sich nicht besonders gut entfernen lässt. Oftmals erlaubt die Kamera gar nicht, die ISO genug zu erhöhen, dass das Bild dann gut belichtet ist.

Für mich gilt eigentlich grundsätzlich, dass die ISO nur dann erhöht wird, wenn ich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Es macht also Sinn, die mir zur Verfügung stehende lange Belichtungszeit auch zu nutzen, damit das Bild möglichst rauschfrei bleibt.

Zudem werden häufig hohe Blendenzahlen benötigt, was einen nochmal schneller an diese Grenzen bringt.

Aber wenn ich die Bilder ja nicht mehr wackelfrei mit der Hand schießen kann, wie mache ich dann die Bilder?

Natürlich braucht ihr dann ein Stativ. Welches Stativ ist fürs erste Mal eigentlich egal, leiht euch ggf. erstmal eines, damit ihr mal schauen könnt, ob euch das Thema auch liegt. Solltet ihr euch eines kaufen, kauft euch kein billiges Stativ und lasst euch vernünftig beraten.

(günstig ist nicht stabil oder nicht leicht – leicht ist nicht stabil oder nicht günstig – stabil ist nicht günstig oder nicht leicht)


Wenn ihr dann ein Stativ habt, womit dann anfangen?

Ich empfehle euch für sowas immer: „Geht mit Freunden raus und macht das draußen“

Am besten sind tatsächlich immer kleine Gruppen, von 2-4 Personen.

Überlegt euch ne Tour oder etwas das ihr machen wollt. Es geht erstmal nicht um stilistische Langzeitbelichtungen, sondern einfach nur um Fotografieren da, wo es eigentlich zu dunkel ist. Meine ersten Langzeitbelichtungen waren mit einem Freund bei einer Tour durch München, wo wir einige wenige Sehenswürdigkeiten fotografiert haben. Wählt Orte, an denen noch etwas Licht vorherrscht, z.B. durch Straßenlaternen oder Gebäudebeleuchtungen. Nehmt das Weitwinkligste Objektiv, das ihr habt. Normalerweise ist das Kit-Obkjektiv ausreichend.

Unbenannt.png

Bevor ich den Auslöser drücke gibt es einiges zu beachten:

  • Bildstabilisator aus (grundsätzlich IMMER, wenn man mit Stativ fotografiert)
  • Manuellen Fokus eistellen (meist zu dunkel für Autofokus)
  • Manuellen Modus wählen (ihr wollt ja auch richtig belichten)
  • ohne Fernauslöser den Selbstauslöser einstellen
  • Belichtungsmessmethode einstellen (Ich verwende hierbei die maximale Messung, also Mehrfeldmessung bei Canon)
  • LiveView (oder wie das bei euch heißt) einstellen, damit ihr was seht

Wie gehe ich jetzt das mit den Einstellungen an?

Zunächst stelle ich, wie bereits erwähnt, den Selbstauslöser ein. Dieser ist bei mir voreingestellt auf 2 Sekunden. i.d.R. reicht das um das Stativ auspendeln zu lassen.

T3I-1-42.jpg

Dann wähle ich grob die Richtung aus, in die ich fotografieren möchte und stelle erstmal grob scharf am Objektiv, damit ich auch die Kamera richtig ausrichten kann.

Zum Ausrichten verwendet euer Auge, die Hilfslinien im Display (müssen ggf. aktiviert werden) und/oder eine Wasserwage (am Stativ, in der Cam oder als Gadget auf dem Blitzschuh der Cam).

Wenn die Kamera ausgerichtet ist, wähle ich mir am Display den Punkt aus, auf den ich scharfstellen möchte. Bei mir funktioniert das mit dem Wahlkreuz eigentlich ganz gut.

Um das Bild jetzt knackscharf zu bekommen, müsst ihr jetzt zoomen. Dabei passt man die Schärfe und den richtigen Punkt bei jedem Zoomfaktor neu an.
Mit etwas Übung könnt ihr auch gleich in der maximalen Zoomstufe scharfstellen. Wenn ihr also jetzt in die Grundeinstellungen geht habt ihr ein super fokussiertes Bild mit dem richtigen Bildausschnitt und könnt euch der Belichtung widmen.

Hier versteckt sich bereits eine der ersten Fehlerquellen, denn was passiert, wenn mir nur ein dunkles Display angezeigt wird? Dann habt ihr vermutlich noch den Deckel auf dem Objektiv, die Anzeige versehentlich ausgeschaltet oder die automatische Belichtungsanpassung im LiveView Modus aktiviert und einfach noch zu dunkel belichtet.

Bitte nicht gleich abschalten, denn dieser hat enorme Vorteile und wenn ihr ihn nicht aktiviert habt, solltet ihr das sogar tun. Das Bild auf dem Display passt sich dann der eingestellten Belichtung an, also einfach zuerst richtig belichten und dann ausrichten.

Wie belichte ich denn hierbei richtig?
Zunächst einmal wähle ich die Blende aus. Normalerweise braucht ihr bei Langzeitbelichtungen etwas höhere Blendenzahlen, also deutlich geschlossene Blenden im Bereich F/8 – F/10, um möglichst viel Schärfe in der Tiefe zu bekommen.
Danach stelle ich die ISO erstmal auf den Wert 100, damit das Bild möglichst rauscharm wird. Nun stelle ich die Verschlusszeit ein und kommen wir zu dem Punkt wo es mehrere Möglichkeiten beim Einstellen gibt:

a) im LiveView Modus bleiben und die richtige Belichtung anhand der Displayanzeige einstellen, oder
b) die mittlere Belichtungsstufe verwenden, oder (Anzeigen in allen Displays)
c) die mittlere Belichtungsstufe im LiveView verwenden. (muss ggf. aktiviert werden)

Viele haben sich bereits schon des öfteren gefragt, was das für eine komische Anzeige mit den Balken ist, und warum da manchmal einer der Balken sich so verschiebt.

Diese Skala legt, vereinfacht ausgedrückt, die als korrekt gemessene Belichtung (via Grauwert) zugrunde und erweitert diese Messung um mehrere Blendenstufen nach links (dunkel/schwarz) und rechts (hell/weiß). Ein beweglicher „Balken“ zeigt die gemessene Belichtung am Sensor.
Das heißt konkret: ist der Balken zu weit links, ist das Bild zu dunkel, ist er zu weit rechts ist das Bild zu hell.

Wichtig: Das heißt nicht dass das Bild heller oder dunkler nicht vielleicht sogar schöner ist, denn Grundlage ist eben die Messung und nicht das Empfinden des Fotografen.
Man sollte allerdings auch wissen, dass zu dunkel schlechter in der Software korrigierbar ist, als zu hell. Solltet ihr also im RAW Modus fotografieren und nachbearbeiten, lieber etwas zu hell fotografieren. (Extreme solltet ihr trotzdem vermeiden)

Diese Anzeige verwendet ihr am besten, um eure Belichtungszeit einzustellen.
Wenn ihr also die Belichtungsdauer nun erhöht, sollte entweder das Bild am Display heller werden oder der Balken sich irgendwann auf die Mitte zubewegen.
Seid ihr bei der maximalen Belichtungszeit angelangt und das Bild ist immernoch zu dunkel, müsst ihr entweder die Blende etwas öffnen, was sich aber auf die Schärfe in der Tiefe auswirkt, oder die ISO erhöhen.
Ich empfehle, erstmal die ISO um 1-2 Stufen zu erhöhen. Sollte es bei ISO 400 noch nicht ganz reichen, könnt ihr ggf. die Blende etwas öffnen oder eben auf ISO 800 gehen. Die richtige Mischung obliegt dann euch. Bitte scheut euch nicht davor die ISO zu erhöhen. Bis 400 erkennt man bei vielen Kameras noch nicht mal das Rauschen, höhere Werte als 1000 solltet ihr dann allerdings auf jeden Fall vermeiden und durch Blende und Dauer ausgleichen.

Mir ist vor allem bei der Belichtung die Anzeige für die mittlere Belichtung echt wichtig, gerade wenn es sehr dunkel ist.
Zudem wird diese Anzeige auch für Belichtungsreihen wieder wichtig.

Wenn ihr nun den Auslöser drückt, öffnet sich nach bestimmter Zeit der Verschluss für die festgelegte Dauer und das Bild wird erzeugt.

Mit etwas herumprobieren klappt das dann meist auch mit der richtigen Belichtung.

Ganz wichtig, nehmt euch die Zeit, die ihr benötigt und gebt diese besonders in Gruppen auch den anderen, wenn diese nicht schnell genug sein sollten.
Deshalb auch am besten möglichst kleine Gruppen und noch besser unter Freunden bleiben die ersten Male.

Meiner Meinung nach gibt es nur noch wenige entspanntere Arten zu fotografieren.

Hier hab ich mal obiges als Checkliste zusammengefasst:

- Stativ verwenden
- Am Objektiv Stabilisator aus und Manuellen Fokus einstellen
- im Kameramenü (falls möglich) Spiegelvorauslösung aktivieren
- Manuellen Modus einstellen
- Mehrfeldmessung einstellen
- Selbstauslöser nach Zeit einstellen
- Dateiformat RAW einstellen ggf. hier die Belichtungsreihe aktivieren
- ISO auf 100
- Liveview aktivieren
- Bild ausrichten
- Fokusbereich wählen
- Scharfstellen im Zoom
- Blende einstellen
- Zeit einstellen, bis Belichtungsmessung auf gewünschten Wert
- abdrücken
- kontrollieren
- freuen und weitermachen

Ich habe bei meiner Kamera die Möglichkeit sog. Custom Modi (C1-3) einzustellen.
Einer davon ist mit den o.g. Voreinstellungen belegt und ich muss nur noch am Rädchen drehen.
Ein Erfahrungswert hat gezeigt, dass eine Blende von F/10 und eine Zeit von 5 Sekunden als Voreinstellung ideal sind, wenn man Architektur bei Dunkelheit fotografiert.

Wenn ihr nun die eine oder andere Langzeitbelichtung durchgeführt habt und euch auch schon etwas mit Bearbeitungsprogrammen auskennt, so werdet ihr feststellen, dass es Bilder gibt, bei denen entweder in der Dunkelheit etwas fehlt oder zu wenig Struktur vorhanden ist, oder die hellen Bereiche einfach extrem überbelichtet sind.

Wie man hier weitermacht erfahrt ihr im nächsten Part: Volles Potential bei Langzeitbelichtungen


Peoplefotografie mit Models - Etwas Starthilfe - Part1


Wie ihr bestimmt schon festgestellt habt beschäftige ich mich mittlerweile hauptsächlich mit der Peoplefotografie, im speziellen das fotografieren von Models.

Ich möchte hier mal ein paar Gedanken und Hintergründe dazu loswerden, die euch vielleicht helfen, besser damit umzugehen.
Es geht hier insbesondere um das was vor dem Shooting passiert, weniger währenddessen.

Gleich vorweg muss ich erwähnen, dass ALLE Models mit denen ich fotografiert habe mich technisch vorangebracht haben und durchweg supernette und liebe Menschen sind.
Der Artikel hier enthält auch einige alte oder sogar nie veröffentlichte Bilder, also nicht wundern…

Oft bekomme ich die Fragen wie z.B. „Wie findest du denn eigentlich immer alle diese hübschen Models?“ oder Aussagen wie „Mit so nem Model ist es auch nicht schwer gute Bilder zu kriegen!“ zu hören.
Natürlich ist man hilfsbereit und gibt seine Tips dazu aber viele sind enttäuscht, denn die Antwort fällt dabei gar nicht mal nicht so klar aus, wie man meinen mag.
Meine Models muss auch ich erst finden und auch das ist nicht so einfach, wie ihr auch feststellen werdet, solltet ihr das betreiben wollen.

Viele fangen erstmal mit engen Freunden oder Verwandten an. Das ist auf jeden Fall schonmal ganz gut, vor allem um etwas Übung zu bekommen, wie z.B. passt meine Art zu fotografieren beim Fotografieren von Menschen, oder muss ich mich total umgewöhnen.

Hier ein Bild meiner Frau, da hatte ich bereits etwas Erfahrung in der Fotografie selbst, aber noch kein Model geshootet.

Für jemanden wie mich war das ne ziemliche Katastrophe, denn ich kenne meine Kamera hauptsächlich aus der Architektur- und LostPlace-Fotografie.
Es funktioniert eigentlich nicht, oder nur in seltenen Fällen, dass man mit ungeübten Personen als ungeübter Fotograf richtig schöne Bilder rausbekommt.
Deshalb war hier auch viel Photoshop am Werk, das ich auch nur mäßig beherrschte.
Man muss allerdings auch dazu sagen, dass ich vermutlich auch einfach zu viel von mir selbst erwartet habe.

Daher auch der Entschluss, wenn ich nicht geübt bin, muss ich mir jemanden mit zumindest etwas Übung holen.

Mein allererstes fremdes Model. Etwas distanzierte, nervöse Atmosphäre, aber die paar wenigen Ergebnisse waren fürs erste Mal nicht schlecht

Doch dass das so schwer wird hätt ich nicht gedacht.

Also habe ich mich mal in der einen oder anderen Facebook-Model-Fotografen-Gruppe und in der Modelkartei angemeldet. Während ich auf die Verifizierung und Freischaltung gewartet habe, stellten sich mir schonmal die ersten Fragen:

„Wie schreib ich denn ein Model überhaupt an?“ und „Wie zum Geier find ich die richtigen Models?“

Zunächst einmal muss man sich klar werden, was man überhaupt möchte und welches Art Model man shooten möchte, also welche Leistungen man braucht.

Ich wage mich hier mal etwas weiter auszuholen, denn DAS zu wissen ist der erste wirklich wichtige Schritt.
Es mag nicht immer stimmen, aber ich versuche euch mal einen groben Anhalt zu geben, welche Models, also mit welcher Erfahrung, ihr fragen könntet.
Wie alles hängt es davon ab, was ihr bereits könnt und was ihr machen wollt.

  • Null Ahnung oder gerade mal ein paar Bilder mit der Kamera gemacht ⇒ gar kein Model, setzt euch erstmal mit der Kamera auseinander
  • Ahnung von der Kamera, aber nicht viel Erfahrung in keinem Bereich ⇒ erfahrenes Pay-Model
  • Sicherer Umgang mit der Kamera und einige Erfahrung in Bereichen abseits der People Fotografie: zum Testen ob es was für euch ist ⇒ erfahrenes Pay-Model bei z.B. einem Modelsharing
  • mit Wunsch Portfolioaufbau ⇒ erfahrenes Pay-Model
  • mit cooler und bestimmt interessanter Idee ⇒ erfahreneres Hobby-Model (TfP)
  • ohne Anspruch auf gute Bilder ⇒ irgendein Hobby-Model (TfP)

Bevor jetzt bei manchem Leser die Schnappatmung einsetzt, ich meine das alles definitiv nicht abwertend.

Aber was meine ich dann damit?

Also erfahrenes Pay-Model versteht sich ja fast von selbst. Ihr bezahlt ein Model, das euch a) gefällt und b) genug Erfahrung hat, dass sie das bestimmt gut umsetzen kann.
Schaut hierfür durchs Portfolio und versucht euch nicht von den Bildern an sich ablenken zu lassen, sondern schaut auf das Model selbst.
Wichtig ist hierbei auch der Stil des Models und ihre Wandelbarkeit, z.B. ob sie eigentlich fast ausschließlich sinnlich wirkt oder fast ausschließlich sexy, oder ob sie beides davon gut beherrscht.
Hier entscheidet lediglich euer Geschmack und die Preisvorstellung.
Ich möchte euch jetzt allerdings keine „sinnvollen“ Preise nennen. Die Models legen ihren Wert selbst fest. Viele Models sind echt klasse und arbeiten schon für 30€ die Stunde und berechnen Fahrtkosten wie jeder andere Dienstleister, andere Models verlangen 500-2000€ und shooten nur bei Ganztagesbuchung.
Das schwankt echt sehr stark.
Erfahrungswert ist aber, dass 2h für das erste Shooting reichen sollten und ihr euch an einem Stundenpreis orientiert.
Und JA, Models die viel, sogar teils sehr viel Erfahrung mitbringen verlangen eben Geld für ihre Dienstleistung.

Aber warum jetzt überhaupt ein Model bezahlen?

Die Frage stellt sich mir immer öfters und ich muss sagen, je länger ich das mache, desto mehr empfehle ich Pay-Models, gerade für Anfänger.
Ganz wichtig ist dabei der Punkt, dass ihr gegenüber niemandem außer euch selbst eine Verpflichtung eingeht, gute Bilder in einer bestimmten Zeit zu liefern. Das Model hat ihr Geld und somit auch keinen Anspruch auf Bilder von euch.
Zusätzlich könnt ihr zu fast 100% zuverlässiges und professionelles Verhalten erwarten. Eine entsprechende Auswahl an Klamotten und die Fähigkeit zum selbständigen Makup gehören auch immer dazu.
Erfahrene Models verstehen das Licht und die Lichtsetzung und können auch gut auf Details beim Posing selbst achten und vermeiden von Haus aus unansehnliche Dinge wie Doppelkinn, gepresste Oberarme, gequetschte Oberschenkel, abgewinkelte Hände, Druckstellen an Fingern oder Haut.
Ihr könnt euch also voll aufs Fotografieren und das Umsetzen eurer Idee konzentrieren. Wenn ihr dann letztendlich nicht nur unscharfe Bilder produziert, sollten mindestens 10% echt ansehnliche Bilder, und somite eine echt gute Auswahl, dabei entstehen.
Gerade wenn ihr vorhabt euch noch öfters in dem Bereich zu bewegen und euch ernsthaft ein Portfolio aufbauen wollt, ist meiner Meinung nach ein Pay-Model immer die beste Wahl.

Achja, wenn ihr so 3-5 finale Bilder habt, empfehle ich euch, die dem Model auch irgendwann zukommen zu lassen.
Öfters als ihr denkt gefallen diese Bilder den Models sogar und durch Posten auf ihrer Page machen sie somit auch gleich Werbung für euch. Bei guten Models versteht es sich übrigens auch von selbst, dass sie euch verlinken, und wenn auch nur als Denkeschön.

Da wir Deutschen in einer Geiz ist Geil Gesellschaft leben, erwähne ich es nochmal explizit:
Scheut euch nicht davor, anfangs in ein gutes Model zu investieren.
Ihr investiert nämlich damit auch in euch, also in Wissen und in ein gutes Portfolio.
Denkt einfach mal daran, wie viel Geld große etablierte Firmen in Marketing und Forschung/Entwicklung investieren.
Kein Frust, kein Ärger, viele gute Bilder und eine echt angenehme Atmosphäre, weil die Models da auch sehr geduldig sind, heißt es macht auch noch Spaß sich zu verbessern.

Ein Modelsharing funktioniert da etwas anders.
Wie der Name bereits sagt, wird das Model, oder besser die Shootingzeit mit ihr, sowie ihre Gage, geteilt.
Man zahlt bei organisierten Sharings dafür, dass ein gutes Model, zusammen mit einem Thema an einer bestimmten Location mit Visagistin organisiert wird. Für sein Geld bekommt man dann einfach Zeit unter idealen Rahmenbedingungen, wie z.B. ein komplett ausgestattetes Studio, zu shooten.
Man kann sich natürlich auch selbst ein Model organisieren und die kosten mit anderen Fotografen teilen. Die Zeit mit dem Model wird quasi aufgeteilt, genau wie ihre Gage.

Wo wir gerade bei der Organisation sind, wenn ihr natürlich eine geniale Location und/oder eine echt ausgefallene Idee habt, könnt ihr mit dieser Idee auch bei erfahreneren Models für ein TfP-Shooting werben.
Wenn man Glück hat, erwischt man das Model dann mit der richtigen Idee zur richtigen Zeit.
Allerdings ist die Anzahl der Absagen schon echt frustrierend.

Oder man hat einfach das Glück nen saucoolen, megafotogenen Kumpel zu haben. Hier hatte ich aber bereits einiges an Erfahrung.

Was ist jetzt dieses TfP und wieso macht man das?

TfP entstand zu der Zeit, als Bilder noch entwickelt wurden und bedeutet „Time for Prints“.
Der Hintergedanke dabei war, dass man als Fotograf mal schnell ein paar Aufnahmen machen wollte und dem Model als Belohnung fertige Abzüge gegeben hat.
Bedeutet also, dass das keineswegs kostenlose Arbeit des Models war. Durch die Digitalisierung ging der Gedanke immer mehr davon weg und hin zu einem „So komm ich an kostenlose Dienstleistung“ Gedanken. Das geht sogar soweit, dass Brautpaare anfragen, ihre Hochzeit auf TfP-Basis fotografieren zu lassen.
TfP ist meiner Meinung nach als gegenseitige Dienstleistung zu verstehen. Jeder wirft seine Menge an Material, Erfahrung und Erwartung in die Waagschale und wenn sich beides ungefähr die Waage hält shootet man zusammen. Beide opfern ihre Zeit und investieren somit; als Bezahlung fließen dann die Bilder. Der Fotograf investiert recht viel materielles, wie z.B: Equipment oder Lizenzen, das Model mit Klamotten oder Makeup materiell eher weniger, auch wenn das Zeug teils echt teuer ist.
Die Belohnung ist neben den Bildern dann auch ein gewisser Erfahrungs- und Erlebniswert verbunden mit neuen Kontakten.
Oft argumentieren Fotografen damit, dass sie aber deutlich mehr Zeit in das Shooting investieren und vergessen, dass sie durch das Model den deutlich höheren Werbefaktor haben. Letztendlich entscheidet jeder selbst wie viel er in die Waagschale wirft, entweder es passt dann und man einigt sich, oder eben nicht.
Man kann sich schon denken, dass das stark von der Selbsteinschätzung abhängt die nicht immer zutrifft, weswegen sich letztendlich viele über diese Thematik so aufregen. Da es auch hier um eine Art der Bezahlung geht gilt auch hier der Grundsatz:
„You get what you pay for“, du bekommst also nur wofür du auch bezahlst.

Sinnvollerweise werden solche TfP-Shootings vertraglich besiegelt und festgelegt, wo, wie, wer, was veröffentlichen darf, wieviele Bilder es in welchem Zeitraum gibt.
Mein Vertrag regelt einen absoluten Worst Case. Ich werde da jetzt keine Details nennen, möchte aber unbedingt darauf hinweisen, dass die meisten der online verfügbaren Verträge rechtlich nicht unbedingt sauber und sehr leicht juristisch anfechtbar sind, trotzdem geben diese Verträge allen beteiligten eine gewisse Sicherheit und man kann sich später auch mal darauf berufen.
Wenn es trotzdem mal zu einer richtigen juristischen Auseinandersetzung kommen sollte, ist immernoch die beste Möglichkeit, alles nach Möglichkeit zu entfernen und sich gegenseitig die Nutzung zu verbieten.
Ich persönlich mach mir dahingehend also auch keinen Stress mehr.
Urheberrecht ist echt ein umfassendes Thema und vielleicht findet sich ja mal ein Jurist, der das möglichst einfach und verständlich in einem eigenen Blogeintrag erklären kann.

Kommen wir zu den Hobbymodels
Jeder kann sich denken, dass die Spanne hier sehrsehr breit gefasst werden kann.
Das geht von professionalität auch im Hobby bis zu absoluter Unzuverlässigkeit und sozialer Unfähigkeit, von schön bis hässlich (was jeder anders sieht und wo jeder einen anderen Gechmack hat, klingt hart, aber das Aussehen hat nunmal diese Spannweite). Dazu kommt, dass man auch mit sehr viel unprofessionellem Verhalten rechnen sollte, wie zu spät kommen, Absagen in letzter Sekunde oder einfach gar kein Erscheinen, sowie auch nach dem Shooting mit den Bildern einfach nicht vertragsgemäß umgegangen wird. Ich sag dazu nur Instagramfilter…
Von der anderen Seite aus muss man auch verstehen, dass sich einige Fotografen dem ganzen ziemlich angepasst haben und diverse Modelplatformen als Kontaktbörse missbrauchen oder anderes, teils schlimmeres, unprofessionelles Verhalten an den Tag legen.

Oftmals sind die ersten Shootings auch sehr holprig, weil sich jeder vom anderen mehr erhofft hat und die Bildausbeute ist dabei echt mager. Bei meinem ersten Modelshooting waren es drei brauchbare Bilder.

Trotzdem findet man auch hier echte „Perlen“ oder besser „ungeschliffene Diamanten“.
Models, die Talent für Bewegung haben, super wandelbar sind, auf ihre Weise superhübsch sind, und die einfach perfekt passen. Die Auswahl ist einfach megagroß, man muss nur viel Zeit in die Suche investieren oder Glück und Geduld haben…

Lotta war so ein Glücksgriff. Super wandelbar und immer gute Laune!

Dabei muss nicht immer alles passen.
Meiner Meinung nach muss ein Model lediglich menschlich und zum eigenen Vorhaben passen.
Was interessieren die Maße, wenn das Gesicht superhübsch ist und ich eh nur Portraits machen möchte, was interessiert mich die Bikinifigur, wenn doch sowieso Winter und das Model bedeckt ist?
Da ist mir außerdem tausendmal wichtiger, wie und wie schnell melden sich die Model zurück und wie wichtig ist ihnen das Shooting mit mir.
Mit etwas Fingerspitzengefühl kriegt man das ziemlich schnell raus.

Grundsätzlich geb ich euch noch einige Tips zur Modelfindung mit auf den Weg:

  • schaut euch die Portfolios genau an
  • schaut, ob das Model die Idee nicht bereits umgesetzt hat
  • geht auf ihre Ideen ein und bietet ihr eine Alternative zu eurer Idee (Geben und Nehmen)
  • sucht erstmal in eurem Umkeis, oftmals verstecken sich da schon einige Juwelen (Modelkartei ganz gut machbar)
  • sammelt Beispiele und Ideen um den Models zu zeigen, was ihr ungefähr wollt (vorsicht, bei öffentlichen posts Urheber- und Quellenangaben beachten)
  • packt in euer Portfolio immer nur eure besten Bilder
  • Akzeptiert Ablehnungen, egal wie sie rüber kommen (GANZ WICHTIG)
  • Rechnet damit auch überhaupt keine Antwort zu bekommen (ca. 50% aller Anfragen)
  • Ein Anschreiben beinhaltet aus Höflichkeit immer:

korrekte Anrede (falls möglich)
kurze Beschreibung eines selbst
was hat man vor?
wo hat man das vor?
wann ca. hat man das vor?
Preisvostellung oder TfP?

Die Punkte sind variierbar, aber ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass Höflichkeit und Freundlichkeit immer das A und O sind, um überhaupt eine Antwort zu bekommen

Wenn ihr das jetzt bis hierher durchgelesen habt, stellt ihr bestimmt fest, dass man sein Portfolio komplett auf TfP-Basis aufziehen kann.
Das stimmt und habe ich auch so gemacht.
Allerdings hatte ich auch viel Glück und auch viele Tiefschläge erfahren.
Wer sich schnell und gut ein tolles Portfolio aufbauen möchte investiert am Anfang in 1-2 ggf. auch 3 gute Pay-Shootings und hat sich relativ stressfrei ein ansehnliches Portfolio erarbeitet ohne die ganzen Enttäuschungen und tausendfachen Anschreiben mitzunehmen.
Ihr investiert das Geld eben in euch und eure seelische Unversehrtheit…
Wenn ihr einfach eher geizig seid, macht euch auf eine stressige Anfangsphase gefasst, denn wie gesagt, bei TfP haben die Models einen Anspruch auf die Bilder und werden nicht zögern euch daran zu erinnern. Zurecht!

Achja, je nachdem was ihr euch zutraut, aber wenn ihr vollzeit berufstätig seid und noch einen Partner habt, nehmt euch lieber mal nur 1 Shooting im Monat vor. Plant das gut und bereitet es sauber nach. Die Zeit reicht dann gerade um dem Model genug Bilder fertig zu machen.

SO, DAS MODEL IST GEFUNDEN

Was jetzt?

Weiter gehts im 2. Teil...


Peoplefotografie mit Models - Starthilfe - Part2

Der erste Schritt ist getan und das Model ist gefunden. Aber wie geht es denn jetzt weiter?

Ihr hattet schon eine Idee? Dann überlegt euch jetzt mal, was ihr dafür alles braucht.

Meistens sucht man immer nach der richtigen Location, aber habt ihr euch einfach mal Gedanken darüber gemacht, ob man wirklich suchen muss?
Was muss die Location denn wirklich hergeben?
Wieviel ist davon überhaupt zu sehen?
Meistens tun es doch einfach Hintergründe, wie ein Holzstoß, ein Kies oder Holzboden, eine Glasscheibe, eine Hausmauer, eine Wiese, ein Balkon, ein Sofa, ein Bett, eine Küche…
So viele Locations, die wir tagtäglich sehen, aber an die wir nie denken.
Deshalb hier mein Tip:
Geht in eurer Gegend mal ne halbe Stunde spazieren und überlegt euch mal, wo man da überall ein Model plazieren könnte. Dann macht das nochmal 15 Minuten zu Hause.
Schnappt euch dann eine Person eures Vertrauens und macht einfach mal ein paar Bilder zu Hause und an diesen Locations. 3-4 Bilder und weiter.
Die Bilder muss man nicht entwickeln, die Person mss auch nicht speziell posen können.
Es dient lediglich dazu mal herauszufinden, wie Menschen vor bestimmten Hintergründen aussehen.
Einfach mal die Bilder normal, gekniet und aus 2-3 Winkeln geschossen und schon habt ihr einf für euch passendes Ergebnis.

Ihr werdet dabei feststellen, dass viele Bilder gar nicht nach besonderen Locations verlangen, weil die Brennweite den Hintergrund begrenzt.
Ein Gegenlichtportrait braucht bei 85mm eigenltich sogut wie gar keinen Hintergrund nur etwas Sonne… Es ist auch völlig egal ob ihr auf Schloss Neuschwanstein oder vor dem Reichstag seid, wenn ihr an der Mauer steht sieht man mit 50mm nicht mehr viel davon.

Die Idee bestimmt das Bild, das Bild bestimmt die Brennweite und diese bestimmt eigentlich erst die Location!

Der große Faktor Licht ist der nächste Punkt und viel zu umfassend um alles zu beschreiben.

Ich fasse mich also kurz. Es hängt davon ab, was ihr shooten wollt. Viele Ideen scheitern oft daran, dass man diese vom Equipment her gar nicht einfach so umsetzen kann.
Beschränkt euch vielleicht erst mal darauf mit Tageslicht und einem Reflektor zu arbeiten.
Meiner Meinung nach ist dieser fast unverzichtbar, gerade dann wenn man nur mit einer Einsteiger DSLR und dem recht lichtschwachen Kit-Objektiv unterwegs ist.

Ich hab ein paar wenige Tips, die ich euch als Denkanstoß mitgeben möchte, was Licht und Equipment in der Modelfotografie angeht… Bitte wirklich nur als Tips sehen und nicht als bare Münze nehmen…

  • Offenblende und Entfernung bringen Unschärfe, geht also entweder weiter weg oder besorgt euch ein Objektiv das sehr offenblendiges fotografieren ermöglicht.
  • Ein Reflektor ist eine lohnende Anschaffung und kosten ca. 30-50€ (es gibt Reflektoren die haben statt dem „Pornogold“ eine Zebraoberfläche, kosten nur wenig mehr machen das Licht aber deutlich besser)
  • Offenblendige Objektive sind meist Festbrennweiten wie z.B. mit 1,8 als 50mm und sind Preisleistungstechnisch unschlagbar. (100-120€)
  • Nicht immer gleich neu kaufen. Ausleihen zum Probieren ist manchmal viel effektiver und im Freundeskreis auch sehr lohnend, bevor man kauft
  • Gebrauchtkäufe in Betracht ziehen, denn nicht immer muss man gleich was neues kaufen
  • Blitz empfehle ich einen manuellen Aufsteckblitz, dafür nutze ich ihn immer entfesselt. (50€ + 30€ für Sender)
  • Softbox wie die SMDV 60 (meiner Meinung nach die beste Softbox für Aufsteckblitze)
  • Lampenstativ (gibt es gute schon ab 30€, aber nicht einfach billig kaufen)
  • Software zur RAW-Entwicklung besorgen und verstehen lernen!

Der wichtigste Tip ist aber „Hört auf in der 100%-Ansicht nach Rauschen oder Unschärfe zu suchen“
Traut euch auch mal mit höherer ISO zu arbeiten und traut euch auch an ein ganz leicht unscharfes Bild ran.
Zur Not macht es Schwarzweiß (aber bitte nicht einfach nur in graue Matsche umwandeln, sondern auch Kontraste und Hell/Dunkel Töne sauber entwickeln)
Wenn das Bild passt, kann das immernoch wunderbar aussehen!

Kleine Ergänzung noch:

Behandelt eure Models gut und seid gastfreundlich. Wenn ihr auf TfP Basis shootet denkt mal darüber nach Fahrtgeld zu geben oder die Models wenigstens auf nen Snack einzuladen.
Ein freundschaftliches Verhältnis öffnet euch viele Türen und wenn ihr später nochmal ein Model braucht seid ihr froh, mal die euch bekannten Models fragen zu können.
Zu der Thematik „Umgang mit Models“ werd ich zu gegebener Zeit was nachreichen.

Auch wenn man die Decke den Berg mit hochschleppen muss, wenns kalt ist hat man eine dabei.

FAZIT :

Mein letzter Punkt den ich euch nahelegen möchte ist folgender

TRAUT EUCH UND SEID EHRLICH

Nichts hilft weniger als Angst davor was falsch zu machen. Geht ehrlich mit den Models und euch selbst um. Wenn ihr ehrlich seid, könnt ihr eure Fehler richtig einschätzen, nehmt die Kritik von anderen an und versteht selbst am besten, wie ihr euch verbessern könnt, weil ihr ja ehrlich an euch selbst erkennt, dass ihr das nötig habt.

In diesem Sinne wünsche ich euch wundervolle, lustige und erfahrungsreiche Modelshootings!!!


Danke

Ich möchte hier mal eine ganze Seite den Leuten widmen, denen ich besonders viel fotografisches Wissen und auch viel Motivation zu verdanken habe.

Wer hier nicht gelistet ist, bitte nicht böse sein, bin auch nur ein Mensch und kann auch mal wen vergessen...

Dass meine Frau und Family ganz oben auf der Liste steht ist denke ich klar.

An zweiter Stelle stehen meine ganzen Freunde, die entweder Modell gestanden, einfach nur kritisiert oder mit mir gemeinsam fotografiert haben.

Ganz besonders danke ich Bernd Andres, der mich zur Fotografie gebracht hat und mich dabei immer unterstützt und mir zur Seite stand, sei es Know-How oder Equipment.

Weiterer Dank geht an die ganze Facebook-Gruppe "Fotografie Südbayern", denn ihr Helden sorgt dafür, dass mir der Spaß am Fotografiern irgendwie auch net vergehen will.
Genauso der Urbex-Gemeinschaft mit den ganzen Stammtischen und tollen Menschen.

Namentlich muss ich im Allgemeinen noch so ein paar ganz spezielle Pappnasen erwähnen, die da immer ganz besonders hervorgetreten sind:

Bernhard (für die Touren und den Erfahrungsaustausch)
Stefan (für die Unterstützung in letzter Zeit v.a. beim Business-Making)
Caro (fürs Modeln und Fotografieren)
Roland (für die unsagbar geniale Kritik)

ALLEN meinen Models, die teilweise sauviel Geduld haben mussten, aber auch denjenigen welchen, wo ich leider nie dazu kommen werde und auch den dämlichen Models, die es "versäumt" haben, mit mir shooten zu können und mir somit Weiterbildungszeit geschenkt haben...

"prominente" Personen wären da zu erwähnen:

Lars Kehrel (Für die genialen LaKe-Lightroom-Tutorials)

Krolop & Gerst (Für unzählige Technik-Videos, Tutorials und unglaubliche "Krolop-Sonnen", also die Flares und Leaks)

Gunther Wegner (Für seine Unschlagbaren Einsteigertips wie bei "Diana lernt Fotografieren")

Matthias Schwaighofer (Für superlustige Photoshop-Lektionen)

Calvin Hollywood (Für die "ich weiß in Photoshop nimmer weiter" Lösungen)